Nachtrag zu: Wie werde ich meinen Kunden los (5)

9. Mai 2008

Anfang April hatte ich in meinem Beitrag “Wie werde ich meinen Kunden los (5) Heute: Wie wehre ich Neukunden ab”  u. a. darüber geschrieben, was ich vom Empfang ungewollter Newsletter halte.

Nachdem ich von diesem Unternehmen erneut einen ungewollten Newsletter erhalten habe, war ich -um endlich Ruhe zu haben- so freundlich und habe über den angegebenen Abmeldelink den Empfang des Newsletters einfach abbestellt (der Link öffnete automatisch eine Mailnachricht, in der lediglich ein italienischer Betreff: “Rimuovi iscrizione Newsletter” angegeben war).

Soeben sehe ich in meinem Posteingang erneut einen Newsletter von diesem Unternehmen, welcher

  1. keine Anrede enthält,
  2. ziemlich unverschämt den Abmeldelink in weißer Schrift auf sehr hellem Hintergrund zu verstecken versucht und
  3. noch unerwünschter ist als der letzte Newsletter.

Was soll man jetzt davon noch halten und vor allem wie soll man darauf angemessen reagieren?

Hallo, Sie sind zum ersten Mal hier? Weitere Infos über mich bzw. zu diesem Blog finden Sie hier. Herzlichen Dank für Ihren Besuch!

MARKTPRAXIS Link-Mix 05-05-2008

6. Mai 2008

Web2.0 Termine: Next08 in Hamburg und Barcamp Bodensee

5. Mai 2008

Es stehen wieder ein paar next08 Konferenz Hamburg interessante Events in der Web2.0 Welt an.

In der nächsten Woche geht es los und ich werde vom 14.05. bis 16.05. in Hamburg sein und u. a. an der next08 Konferenz teilnehmen.

Das Programm klingt m. E. schon mal sehr vielversprechend. Themenschwerpunkte der next08 sind:

 

Marketing 2.0: Wie Marken und Konsumenten in Echtzeit interagieren.
Enterprise 2.0: Wie Unternehmen auf die Herausforderung Echtzeit reagieren.
Media 2.0: Wie Medien in Echtzeit funktionieren.
Mobile 2.0: Wie das Web in Echtzeit mobil wird.

Die Liste der Vortragenden und die Teilnehmerliste können sich ebenfalls sehen lassen. Hoffentlich reicht mir die Zeit, um alle Bekannten persönlich zu sprechen - vermute jedoch, dass dies bei der geballten Teilnehmerzahl kaum zu schaffen ist.

Rund um die next08 finden auch noch weitere interessante Veranstaltungen statt, z.B. am 14.05. die Facebook Developer Garage und anschließend ein Bloggertreffen.

Leider werde ich an der Facebook Developer Garage nicht teilnehmen können, da mein Flug nach Hamburg erst am Abend geht. Zum Bloggertreffen sollte ich es jedoch rechtzeitig schaffen.

Ein weiteres Highlight im Mai ist das Barcamp Bodensee an der Zeppelin University in Friedrichshafen vom 31.05. bis 01.06.2008. Hierzu später mehr.

Barcamp Bodensee 

Weitere Infos über meine Veranstaltungs- und Reiseaktivitäten gibt es z.B. in meinen Profilen bei Venteria und Dopplr - allerdings war ich bisher mit meinen Aktualisierungen und Termin-Eintragungen nicht wirklich konsequent ;-)

Wordpress Upgrade von Version 2.5 auf 2.5.1

28. April 2008

Erst kürzlich habe ich mein Blog-System Wordpress auf Version 2.5 aktualisiert. Nur knapp zwei Wochen später steht erneut ein Upgrade-Paket zur Verfügung, mit welchem hauptsächlich Sicherheitslücken gestopft wurden. Glücklicherweise gestaltet sich die Aktualisierung durch das  Upgrade-Paket recht einfach. Einfach die älteren Dateien mit den neuen überschreiben und die entsprechende “upgrade-php” aufrufen. Schon ist man wieder auf dem neuesten Stand.  Ach ja… natürlich sollte man vorher alle Dateien und die Datenbank sichern!

Facebook und die Google Werbung

21. April 2008

Wer in der letzten Zeit mal nach einem (oder seinem) Namen auf Google suchte, war unter Umständen überrascht, dass unter den Werbeanzeigen plötzlich eine Facebook-Anzeige mit dem gesuchten Namen auftauchte.

Klaus Eck hat sich bereits in seinem Weblog darüber beschwert. Mittlerweile häufen sich diese Beschwerden und es wurde sogar schon eine eigene Facebook-Gruppe namens “No Facebook Ads using my name!” gegründet - diese zählt zum Zeitpunkt dieses Beitrages 59 Mitglieder.

Natürlich habe ich dies selbst auch mal versucht und prompt auch eine Anzeige mit meinem Namen gefunden. Allerdings führte der Klick auf die Anzeige nicht zu meinem Profil.

werbeanzeige_faceb_goog_mh

Nun ist auch Martin Oetting über diese Vorgehensweise nicht glücklich und hat gleich zwei Beiträge über diesen Faux-Pas verfasst: Akuter Facebook Faux-Pas sowie Teil 2. Mehr gibt auch hier und hier.

Ich bin mal gespannt, ob bzw. was die Verantwortlichen von Facebook hierzu sagen werden.

Rampenfest in Oberpfaffelbachen - Virales Marketing von BMW

17. April 2008

Zur Rampenfest Website

Seit kurzem geistert die neue Viral-Marketing Kampagne “Rampenfest” von BMW durchs Netz. Bei der für den US-amerikanischen Markt konzipierten Kampagne wird bewusst überspitzt mit dem vermuteten “amerikanischen Bild” über den typischen Bayern gespielt. Unter dem Titel “The Ramp” wurde ein recht aufwendiger 30-Minuten Film produziert, der über den Versuch der bayerischen Gemeinde “Oberpfaffelbachen” berichtet, künftig Autos aus Bayern über eine überdimensionierte Sprungrampe auf direktem Weg in die USA zu exportieren.

Bei der Kampagne wurde sehr auf Details geachtet, so wurde für das “fiktive” Dorf “Oberpfaffelbachen” (oder gibt es das echt?) eine eigene Gemeinde-Webseite entwickelt und die am Projekt “The Ramp” beteiligten Personen wie z.B. den Brendl Franz kann man im Netz ebenfalls mit einem eigenen Firmenprofil Brendl Events auffinden. Auch der waghalsige “Sepp” ist mit seiner eigenen Webseite “Sepp-Stunts” vertreten (hier gefällt mir besonders das auf ein “Endneunziger Jahre” getrimmte Layout der Internetseite). Aber auch im Web2.0 ist man vertreten, z.B. auf Facebook oder dem Blog von Jeff Schulz, dem Regisseur.

Es gibt aber noch mehr zu entdecken, wenn man den Werbebannern auf der Gemeinde-Website folgt ;-)

Was mir an dieser Aktion gefällt, ist zum einen die Idee, die ich recht witzig finde und zum anderen die liebevolle Umsetzung der Kampagne mit all seinen Geschichten drum herum.

Was mir weniger gut gefällt, ist der mühevolle Zugang zum Film. Ich habe mittlerweile schon von einigen “Neugierigen” erfahren, dass sie entnervt weitergezogen sind und den Film nicht zu Ende gesehen haben, da er nicht flüssig dargestellt bzw. geladen wird.

Ich bin gespannt, ob der Film die gewünschte virale Verbreitung finden wird. Aufgrund der strapazierenden Länge des Films von über 30 Minuten und den nervigen “Ladehemmungen” bin ich mir da nicht so sicher. Das Weiterempfehlen sollte einem meiner Meinung nach einfacher gemacht werden.

Vielleicht hätte ein kürzerer Film mehr Ansteckungspotential?

Gesprächsstoff bieten die Geschichten rund um die Gemeinde “Oberpfaffelbachen” aber sicherlich genug.

Mehr Meinungen zur Kampagne gibt es u.a. beim Werbeblogger, bei JvM und Automobil-Blog.

Und hier noch ein anderer “Rampenfilm” den ich einfach klasse finde:

Neue Wordpress Version 2.5

13. April 2008

Habe den Marktpraxis Blog soeben auf die aktuellste Wordpress Version 2.5 (Stand vorher: 2.3.3) gebracht. Wenn dieser Beitrag zu lesen ist, sollte das Update erfolgreich verlaufen sein.

Für die neueste Wordpress Version gibt es kein Upgrade-Paket, da die Änderungen zu umfangreich sind. Die Update-Prozedur gestaltet sich dadurch etwas zeitaufwändiger, aber trotzdem recht einfach. Ich habe mich an die empfohlene Vorgehensweise orientiert:

  1. Backup aller Daten
  2. Backup der SQL Datenbank
  3. Deaktivieren aller Plugins
  4. Löschen der alten Daten (außer dem Ordner wp-content sowie der Dateien wp-config.php und .htaccess)
  5. Upload der neuen Dateien
  6. Upgrade-Datei ausführen
  7. Plugins aktivieren und auf die neueste Version updaten
  8. Testbeitrag (diesen hier) verfassen

Nun werde ich noch ein paar weitere Tests durchführen um sicher zustellen, dass alle Funktionen reibungslos laufen.

Auf den ersten Blick gefällt mir die neu gestaltete Administrationsoberfläche (der sog. Tellerrand heißt nun Dashboard) recht gut. Eine neue Funktion, die mir die Arbeit nach diesem Update bereits erleichterte, ist die automatische Updatefunktion der einzelnen Plugins - sehr schön!

Sollte jemand einen Fehler entdecken, würde ich mich über eine entsprechende Nachricht natürlich sehr freuen.

Ein Film über Web2.0

9. April 2008

Mit Unterstützung der Hochschule für Medien in Stuttgart entstand das Filmprojekt http://www.web2null-derfilm.de. Die Motivation für den Film erklären die Macher wie folgt (Auszug):

Was der Film will:

Web2Null - der Film möchte die Web 2.0 Szene in Deutschland anhand von ausgewählten Persönlichkeiten greifbar machen, indem Beweggründe und Strategien der Akteure transparent gemacht werden. Dabei möchten wir anhand von Statements auch die Geschichte und den Wandel von Web 2.0 erklären.

Der Film im Oktober 2007 angekündigte Film wurde nun fertig geschnitten und wurde bei Sevenload eingestellt.

Im Film werden verschiedene Veranstaltungen z.B. Barcamps gezeigt und es kommen verschiedene Personen (Blogger, Start-Ups, Investoren etc.) aus dem Web2.0 Umfeld zu Wort, z.B. Oliver, Nicole uvm.

Zwar wird dieser Film bereits -wie vermutlich jeder Film- bereits kritisiert (z.B. von Robert Basic), aber für den einen oder anderen könnte der Film vielleicht einen ersten Einblick in die Welt des Web2.0 vermitteln.

Film auf Sevenload anschauen

Wie werde ich meinen Kunden los (5) Heute: Wie wehre ich Neukunden ab.

2. April 2008

Kürzlich habe ich in einem Magazin ein Mini-Prospekt eines italienischen Gartenmöbel-Produzenten entdeckt. Die Beilage machte einen hochwertigen Eindruck, die gezeigten Produkte waren sehr stilvoll und trafen meinen Geschmack. Neugierig auf mehr, besuchte Ich die Website. Diese Flash-Seite war optisch recht ansprechend gestaltet und ich fand rasch das Bestellformular für eine Kataloganforderung. Als ich das Formular absenden wollte wurde ich aufgefordert, meine Telefonnummer einzugeben - obwohl ich diese bereits eingetragen hatte. Ein Absenden des Formulars war nicht möglich. Gut dachte ich, dann suche ich einfach eine Mailanschrift auf der Webseite und sende eine “klassische E-Mail” mit meinem Anliegen.

Bei dieser Gelegenheit hatte ich in meiner Mail dem Unternehmen das Problem mit dem Formular geschildert und einen Screenshot beigefügt. Es kann ja sein, dass noch keiner gemerkt hat, dass das Formular-Skript fehlerhaft ist. Dabei habe ich als Marketingberater und Apostel für gute Kundenbeziehungen natürlich darauf hingewiesen, dass ich mir gut vorstellen kann, dass dem Unternehmen dadurch ein paar potentielle Neukunden verborgen bleiben, denn vermutlich werden sich nicht alle die Mühe machen, das Unternehmen darauf hinzuweisen und ziehen entnervt weiter.

Gut drei Wochen später habe ich aufgrund meiner Mail einen Katalog zugesandt bekommen, ohne weiteren Kommentar - kein Hallo, kein Danke, einfach nichts. So sollte man nicht unbedingt auf potentielle Neukunden zugehen.

Zudem erhielt ich auch noch einen völlig unpersonalisierten und vor allem NICHT ABONNIERTEN Newsletter mit dem Hinweis auf die neue, schöne und noch bessere Internetseite. Aus diesem Anlass gewährt das Unternehmen 5% Rabatt auf alle Onlinebestellungen. Lustig ist, dass die Webseite genau dieselbe ist, die ich vor ein paar Wochen besucht habe und das Kontaktformular, nach einem erneuten Test immer noch nicht funktioniert. Das ist meiner Meinung nach Ignoranz pur. Sorry, aber so kommen wir leider nicht ins Geschäft. Wenn ich mir vorstelle, dass die weiteren Kontakte mit diesem Unternehmen genauso unprofessionell ablaufen, bestelle ich doch lieber wo anders.

Mundpropaganda-Marketing - eine Buchempfehlung

13. März 2008

Wer sich mit dem Thema Marketing intensiv beschäftigt und sich vielleicht sogar als Berater und/oder wissenschaftlich mit der Vermarktung auseinandersetzt, der kann auf ein schier unerschöpfliches Repertoire an Fachliteratur zurückgreifen.

Als Marketingberater hat sich in meinem Büro in den letzten Jahren eine größere Zahl an Marketingliteratur angesammelt, von den klassischen Standardwerken bis hin zu speziellen Marketingbücher, welche sich mit Teilgebieten und Trends des Marketingmanagement beschäftigen.

Oft werde ich um Literaturtipps gebeten, sei es von meinen Kunden, Seminarteilnehmern, Bekannten oder Studenten. Insbesondere den Studenten lege ich eher die umfangreiche, wissenschaftlich aufgebaute Marketinglektüre ans Herz. Allen anderen, die sich einen Überblick zum Thema verschaffen wollen empfehle ich gerne Bücher, die leichter greifbar, besser lesbar und mit guten und aktuellen Beispielen aus der Praxis gefüttert sind.

Gute Beispiele für solche praktischen Ratgeber sind meines Erachtens einige Ausgaben der Reihe Beck-Wirtschaftsberater DTV. Bei meinen Seminaren empfehle ich seit Jahren z.B. das Buch „Das Marketingkonzept“ von Prof. Dr. Jochen Becker. Dieses Buch bietet einen guten Einstieg in das Thema Marketing-Konzeption und ist eine praxisorientierte Zusammenfassung seines gleichnamigen 1024-seitigen Standardwerkes.

Für viele von uns ist die Zeit ein sehr kostbares Gut und in der Regel hat man weder die Zeit noch die Muse zum Studium umfassender wissenschaftlicher Fachliteratur. Deshalb greift man lieber zu praxisorientierten Ratgebern, die schnell und dazu noch spannend zu lesen sind.

mundpropagandamarketing Zum Thema “Mundpropaganda” kann ich nun ein weiteres Buch in die Liste meiner Empfehlungen aufnehmen. Das Buch „Mundpropaganda-Marketing – Was Unternehmen wirklich erfolgreich macht“ das ebenfalls zur o.g. Beck-Reihe gehört, wurde von meinem Kollegen und „Fast-Nachbarn“ Bernd Röthlingshöfer geschrieben. Dieses Buch möchte ich wirklich jedem ans Herzen legen, der sich mit aktuellen Marketingthemen, insbesondere der Mundpropaganda auseinandersetzen möchte.

Das Buch sollte meiner Meinung nach von jedem Unternehmer und Werbetreibenden gelesen werden. Bernd Röthlingshöfer verknüpft darin gekonnt aktuelle Trends wie z.B. die Small-World-Theorie, Memetik, Cluetrain-Manifest, Tipping-Point und das Long-Tail Phänomen und erklärt anhand vieler praktischer Beispiele, welche Punkte es zu beachten gilt, wenn man Mundpropaganda erfolgreich für sich nutzen will.

Als ich mich neulich mit Bernd über sein neuestes Buch unterhielt, hat er mich darauf hingewiesen, dass er sein Buch in erster Linie für Leser geschrieben hat, die sich noch nicht so sehr mit dem Mundpropaganda-Marketing beschäftigt haben. Nachdem ich sein Buch verschlungen habe, halte ich sein Werk jedoch sehr wohl auch für „Profis“ geeignet. Er gibt dem Leser nicht nur das theoretische Rüstzeug auf eine spannende Weise mit auf den Weg, sondern ergänzt die Theorie mit zahlreichen interessanten und aktuellen Beispielen (ich muss jetzt noch schmunzeln, wenn ich an das Beispiel mit der Radarfalle denke). Sein Buch enthält zudem konkrete Handlungsempfehlungen und Checklisten.

Ich halte das Buch -wie viele aus der Reihe der Beck-Wirtschaftsberater - mit 10€ wirklich für ein sehr wertvolles Schnäppchen.