Social Media: Stand heute
22. Juli 2010
Auf den Tag genau vor einem Jahr habe ich im Beitrag – Was sind eigentlich Social Media? – eine beeindruckende Präsentation über Social Media veröffentlicht.
Social Media Dienste verzeichnen nach wie vor ein rasantes Wachstum und man kommt mit der Aktualisierung der Nutzungszahlen kaum hinterher. Deshalb gibt es nun ein Jahr später die aktualisierte Version von Marta Kagan mit neuen Zahlen:
Leitfaden zum Einstieg in Social Media
20. Juli 2010
Der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) hat einen Leitfaden veröffentlicht, der sich speziell an Unternehmen richtet, die den Einstieg in die Social Media Welt entweder noch vor sich haben oder Ihre ersten Erfahrungen mit Social Media Kampagnen überprüfen möchten.
Kern des Leitfadens sind die folgenden 10 Tipps für einen erfolgreichen Einstieg:
1. Orientieren Sie sich auch im Social Media Marketing an den Grundregeln erfolgreicher Kommunikationsplanung
2. Legen Sie konkrete Zielvorgaben fest
3. Nutzen Sie Targeting
4. Behalten Sie die Bedürfnisse und Wünsche Ihrer Zielgruppe im Blick
5. Beweisen Sie Kreativität
6. Wählen Sie die richtige Art und die richtigen Orte der Ansprache
7. Messen Sie den Kampagnenerfolg und überprüfen Sie mögliche Wechselwirkungen
8. Entscheiden Sie sich für den richtigen Mix in der Erfolgsmessung
9. Achten Sie auf die Erhebung relevanter Daten zur Erfolgsmessung
10. Berücksichtigen Sie die Erfolgsfaktoren von Social Media-Kampagnen
Der komplette BVDW-Leitfaden „Messbarer Erfolg im Social Media Marketing / 10 Tipps für den Einstieg“ wird auch als kostenloser PDF Download angeboten.
Wordcamp 2010 – mein Feedback
6. Juli 2010
Ich hatte vergangene Woche bereits über meine Teilnahme am Wordcamp 2010 in Berlin berichtet. Hier folgt nun mit zwei Tagen Abstand mein Feedback zum Event.
Zunächst mal möchte ich dem Organisationsteam danken, dass Sie das Wordcamp auf die Beine gestellt haben. Eine Veranstaltung mit über 200 Teilnehmern zu meistern ist vermutlich alles andere als einfach.
Die Sessions die ich besuchen konnte, waren für mich interessant. Mir ging es eigentlich nicht darum, viel Neues zu erfahren. Wichtiger sind für mich die kleinen Anregungen und Tipps, die man für seine persönliche Arbeit mitnehmen kann. Ich finde es immer spannend zu erfahren, wie andere an bestimmte Dinge herangehen, wie sie WordPress einsetzen. Oft sind es dann doch die “vermeintlichen Kleinigkeiten”, die einen zum Nachdenken anregen und auf neue Ideen bringen.
Folgende Sessions habe ich besucht:
- Vladimir Simovic: Performance-Optimierung von (WordPress)-Websites
- Michael Jendryschik: Mit CSS Media Queries auf Eigenschaften von Geräten und Browsern reagieren
- Thomas Boley: tempELA – eine Template Engine für Widgets und Plugins
- Martin Metzmacher: WordPress SEO – Google Juice für deine Seite!
- Wie so oft, wenn ich derartige Veranstaltungen besuche, höre ich von einigen Teilnehmern kritische Aussagen wie z.B. “das geht mir zu wenig in die Tiefe” oder “da war für mich nichts Neues dabei” usw. Ich finde, dass dies nicht unbedingt die Erwartungshaltung sein sollte, die man hier mitbringen sollte. Bei 200 Teilnehmern die sich weitgehend auf hohem fachlichem Niveau in unterschiedlichen Disziplinen bewegen, scheint es mir unmöglich, diesen Forderungen gerecht zu werden. Außerdem liegt es meiner Meinung nach an allen Teilnehmern, sich aktiv an den Sessions und Diskussionen zu beteiligen, ihr eigenes Wissen einzubringen um so die jeweiligen Workshops zu bereichern. Genau diese Interaktivität aller Teilnehmer scheint doch eh der eigentliche Kern einer sog. (Un-)Konferenz zu sein oder täusche ich mich da?
Ich denke, man sollte Barcamps gemäß dem Open Source Gedanken, offen und flexibel begegnen, dann erscheinen auch kleinere Mängel wie z.B. fehlende Stühle, mangelnde Akustik etc. weniger gravierend ;-)
Ein weiterer Punkt, der für mich an solchen Events wesentlich ist, sind die Teilnehmer selbst und die Gespräche die außerhalb der Sessions stattfinden – wobei hier meist die Zeit etwas zu knapp bemessen ist. Hier wäre mir persönlich ein zweitägiges Event lieber gewesen.
Klasse fand ich, dass vom betahaus ein äußerst komfortabler Public Viewing Bereich zum WM Spiel Deutschland – Argentinien eingerichtet wurde. Dieser wurde auch rege genutzt und sorgte für leichte Terminverschiebungen bei der Sessionplanung.
Für mich hat sich der Besuch jedenfalls gelohnt und ich werde sicher wieder an einem Wordcamp teilnehmen.
Hier habe ich noch ein paar Bilder:
Weitere Bilder vom Wordcamp auf Flickr
Hier noch ein paar ausführlichere Beiträge anderer Teilnehmer:
- http://netztaucher.wordpress.com/2010/07/04/wordcamp-2010-erfahrungsbericht/
- http://bueltge.de/wordcamp-2010-berlin-rueckblick/1184/
- http://jendryschik.de/weblog/2010/07/04/wordcamp-2010/
- http://sprungmarker.de/2010/wordcamp2010_das_war_mein_erstes_barcamp/
- http://www.perun.net/2010/07/05/wordcamp-2010-berlin-kleiner-rueckblick/
- http://www.laufe-marathon.de/2010/07/04/wordcamp-2010-ein-laeufer-auf-abwegen/
- http://www.wendtswelt.de/2010/07/wordcamp-berlin/
Wordcamp 2010 in Berlin
1. Juli 2010
Am kommenden Samstag trifft sich die WordPress Community zum Wordcamp im betahaus in Berlin. Wie bereits beim Wordcamp in Jena werde ich auch in diesem Jahr mit dabei sein und fliege morgen nach Berlin. Ich freue mich schon auf ein interessantes Programm und tolle Gespräche.
Ich setze nun schon seit einigen Jahren WordPress hier im Blog und bei verschiedenen Web-Projekten ein und bin immer wieder überrascht, wie aktiv die WordPress Entwickler-Community das System vorantreibt und WordPress im Laufe der Jahre von einem Weblog Publishing System (WPS) immer mehr zu einem vollwertigen Content-Management-System (CMS) weiterentwickelt hat.
Erst kürzlich erschien mit der WordPress Version 3.0 ein größerer Entwicklungssprung. Da passt es hervorragend, dass zeitnah ein Wordcamp stattfindet.
Einzig, das WM Viertelfinal-Spiel Deutschland vs. Argentinien hat den Tagesablauf etwas durcheinander gebracht. Glücklicherweise wurde schon angekündigt, dass vor Ort im Hof das Spiel auf einer Leinwand um 16 Uhr übertragen wird. Prima!
Weitere Kurznachrichten werde ich in den nächsten Tagen vermutlich via Twitter veröffentlichen – wer möchte, kann mich gerne auf http://twitter.com/mherrling verfolgen begleiten.
Machen Sie Werbung oder Marketing?
14. Juni 2010
Aus aktuellem Anlass möchte mich mal wieder der Abgrenzung zwischen Marketing und Werbung widmen. Diejenigen die mich kennen, wissen, dass mir das Thema sehr am Herzen liegt, da auf dem Gebiet recht viel Verwirrung gestiftet wird. Folgende Beiträge von mir gehören vielleicht auch deshalb zu den meist gelesenen auf meiner Seite:
Marketing ist nicht gleich Werbung
Marketing vs. Werbung
Bei Martin Oetting bin ich kürzlich über einen sehr lesenswerten Artikel zu genau diesem Thema gestolpert, den ich an dieser Stelle gerne weiterempfehlen möchte. In seinem Beitrag “Das Problem ist entstanden, als der Werbeleiter in Marketingdirektor umbenannt wurde.” beschreibt er meiner Meinung nach sehr treffend ein Problem, dass derzeit nicht selten anzutreffen ist.
Im Kern geht es darum, dass Werbeleuten immer häufiger der Marketingstempel aufgedrückt wird, d.h. aus Werbeleitern werden Marketingleiter gemacht, ohne dass sich dabei der Tätigkeitsschwerpunkt ändert. Hier liegt auch schon das Problem. Das Gebiet des Marketing umfasst weit mehr als “nur” Werbung. Marketing betrifft eine am Kunden bzw. am Markt orientierte Führung des gesamten Unternehmens, dazu gehören z.B. Entscheidungen in den Hauptbereichen Preis, Produkt, Distribution und Kommunikation, den sog. 4Ps. Marketing umfasst also ein recht komplexes und breites Themenfeld und Werbung ist quasi ein Teil davon, genauer ein Teilgebiet der Kommunikation.
Folgender Satz aus Martins Beitrag gefällt mir in diesem Zusammenhang besonders gut:
Dabei ist das Marketing doch etwas ganz anderes: es ist die Frage, mit welchem Produkt und Angebot man zu welchem Preis an den Markt geht, um – ja: wen eigentlich? – zu beglücken. Und da ist die Frage, wo man welches Plakat aufhängt, nichts als ein Randthema. Es geht um viel mehr und um ganz fundamentale Fragen, die das gesamte Unternehmen betreffen.
Sicherlich bedeutet das nicht, dass ein Werbemensch kein Marketing kann. Der Artikel soll in erster Linie klar machen, dass die Tätigkeiten eines Marketingverantwortlichen aus betriebswirtschaftlichen Disziplinen bestehen, die über wesentliche Teile der Werbung hinausgehen.
Wenn Sie also auf jemanden treffen, der “Marketing macht”, dann fragen Sie ruhig näher nach, was er denn unter Marketing genau versteht.
So, nun aber schnell rüber zu ConnectedMarketing.de und den ganzen Beitrag lesen.






Hallo! Ich bin Michael Herrling und schreibe hier z.B. über Online Marketing, Kundenbeziehungen, Webentwicklung, SEM sowie meine Tätigkeit als Berater und Dozent für Marketing- und Internetthemen. 