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Es ist mal wieder soweit. Sowohl Sport- als auch die Werbewelt warten gespannt auf  das Mega-Sport-Werbe-Ereignis heute Nacht, den Super Bowl 2013.

Als ich zuletzt über den  Werbewahnsinn zum Superbowl geschrieben habe, wurde das sog. VW Darth Vader Werbevideo viralartig durchs Netz geklickt.

Auch dieses Jahr ist VW wieder mit einem Werbespot am Start, allerdings wird der aktuelle Beitrag deutlich kritischer diskutiert. Heiß diskutiert – vielleicht weil das Thema derzeit etwas Medienpräsent ist – wird auch der GoDaddy Werbespot, in dem Bar Refaeli einen Nerd küsst. Die Werbetreibenden haben es wieder geschafft, mit gesellschaftlich kritischen Themen ins Gespräch zu kommen, anzuecken und dadurch die Aufmerksamkeit Ihrer Werke entsprechend zu verstärken. Mehr

Am 6. Februar fand mit dem Super Bowl eines der größten Sportereignisse überhaupt statt. Wie in jedem Jahr werden bei der TV-Übertragung des Finale der US-amerikanischen American-Football-Profiliga Rekord-Einschaltquoten erreicht. Werbeschaltungen während des Endspiels zählen zu den teuersten überhaupt und Werbetreibende müssen für 30 Sekunden Sendezeit rund 3 Millionen US-Dollar Werbebudget bereithalten.

Meist präsentieren Unternehmen extra zum Super Bowl ihre neuesten und originellsten Werbespots. Es soll sogar einige Zuschauer geben, die fieberhaft auf die neuesten Werbevideos warten. Laut einer Studie schauen 15 Prozent angeblich überhaupt nur wegen der Werbung zu.

Man kann sicherlich darüber streiten, ob die Werbekosten zu diesem Event teuer sind oder nicht. Vermutlich werden die Unternehmen aber zu keinem anderen Zeitpunkt eine derartige Aufmerksamkeit für ihre TV-Spots erreichen. Das liegt u.a. auch daran, dass bereits vor dem Spektakel etliche Werbekampagnen auf anderen Kanälen heiß diskutiert werden. Wenn man z.B. bei Google nach Super Bowl Werbung sucht, findet man unzählige Seiten die darüber berichten, von so ziemlich jeder großen Tageszeitung bis hin zu Blogs und Foren.

Auf www.superbowl-commercials.org werden die Werbeschaltungen der vergangenen Jahre gelistet. Einige Webseiten haben schon vor dem Event Übersichten von bereits im Netz auffindbaren Werbevideos erstellt, wie z.B. in diesem Beitrag.

Mein persönlicher Favorit ist das folgende Video, das laut sueddeutsche.de vorab mit einem eigenen Teaser angekündigt wurde:

Wie findet Ihr diesen Clip? Und was ist Euer Favorit?

Ach ja… ich freue mich auch auf Euren Besuch auf der Marktpraxis Facebook Seite.

Anfang April hatte ich in meinem Beitrag “Wie werde ich meinen Kunden los (5) Heute: Wie wehre ich Neukunden ab”  u. a. darüber geschrieben, was ich vom Empfang ungewollter Newsletter halte.

Nachdem ich von diesem Unternehmen erneut einen ungewollten Newsletter erhalten habe, war ich -um endlich Ruhe zu haben- so freundlich und habe über den angegebenen Abmeldelink den Empfang des Newsletters einfach abbestellt (der Link öffnete automatisch eine Mailnachricht, in der lediglich ein italienischer Betreff: “Rimuovi iscrizione Newsletter” angegeben war).

Soeben sehe ich in meinem Posteingang erneut einen Newsletter von diesem Unternehmen, welcher

  1. keine Anrede enthält,
  2. ziemlich unverschämt den Abmeldelink in weißer Schrift auf sehr hellem Hintergrund zu verstecken versucht und
  3. noch unerwünschter ist als der letzte Newsletter.

Was soll man jetzt davon noch halten und vor allem wie soll man darauf angemessen reagieren?

Wer in der letzten Zeit mal nach einem (oder seinem) Namen auf Google suchte, war unter Umständen überrascht, dass unter den Werbeanzeigen plötzlich eine Facebook-Anzeige mit dem gesuchten Namen auftauchte.

Klaus Eck hat sich bereits in seinem Weblog darüber beschwert. Mittlerweile häufen sich diese Beschwerden und es wurde sogar schon eine eigene Facebook-Gruppe namens “No Facebook Ads using my name!” gegründet – diese zählt zum Zeitpunkt dieses Beitrages 59 Mitglieder.

Natürlich habe ich dies selbst auch mal versucht und prompt auch eine Anzeige mit meinem Namen gefunden. Allerdings führte der Klick auf die Anzeige nicht zu meinem Profil.

werbeanzeige_faceb_goog_mh

Nun ist auch Martin Oetting über diese Vorgehensweise nicht glücklich und hat gleich zwei Beiträge über diesen Faux-Pas verfasst: Akuter Facebook Faux-Pas sowie Teil 2. Mehr gibt auch hier und hier.

Ich bin mal gespannt, ob bzw. was die Verantwortlichen von Facebook hierzu sagen werden.

Zur Rampenfest Website

Seit kurzem geistert die neue Viral-Marketing Kampagne “Rampenfest” von BMW durchs Netz. Bei der für den US-amerikanischen Markt konzipierten Kampagne wird bewusst überspitzt mit dem vermuteten “amerikanischen Bild” über den typischen Bayern gespielt. Unter dem Titel “The Ramp” wurde ein recht aufwendiger 30-Minuten Film produziert, der über den Versuch der bayerischen Gemeinde “Oberpfaffelbachen” berichtet, künftig Autos aus Bayern über eine überdimensionierte Sprungrampe auf direktem Weg in die USA zu exportieren.

Bei der Kampagne wurde sehr auf Details geachtet, so wurde für das “fiktive” Dorf “Oberpfaffelbachen” (oder gibt es das echt?) eine eigene Gemeinde-Webseite entwickelt und die am Projekt “The Ramp” beteiligten Personen wie z.B. den Brendl Franz kann man im Netz ebenfalls mit einem eigenen Firmenprofil Brendl Events auffinden. Auch der waghalsige “Sepp” ist mit seiner eigenen Webseite “Sepp-Stunts” vertreten (hier gefällt mir besonders das auf ein “Endneunziger Jahre” getrimmte Layout der Internetseite). Aber auch im Web2.0 ist man vertreten, z.B. auf Facebook oder dem Blog von Jeff Schulz, dem Regisseur.

Es gibt aber noch mehr zu entdecken, wenn man den Werbebannern auf der Gemeinde-Website folgt ;-)

Was mir an dieser Aktion gefällt, ist zum einen die Idee, die ich recht witzig finde und zum anderen die liebevolle Umsetzung der Kampagne mit all seinen Geschichten drum herum.

Was mir weniger gut gefällt, ist der mühevolle Zugang zum Film. Ich habe mittlerweile schon von einigen “Neugierigen” erfahren, dass sie entnervt weitergezogen sind und den Film nicht zu Ende gesehen haben, da er nicht flüssig dargestellt bzw. geladen wird.

Ich bin gespannt, ob der Film die gewünschte virale Verbreitung finden wird. Aufgrund der strapazierenden Länge des Films von über 30 Minuten und den nervigen “Ladehemmungen” bin ich mir da nicht so sicher. Das Weiterempfehlen sollte einem meiner Meinung nach einfacher gemacht werden.

Vielleicht hätte ein kürzerer Film mehr Ansteckungspotential?

Gesprächsstoff bieten die Geschichten rund um die Gemeinde “Oberpfaffelbachen” aber sicherlich genug.

Mehr Meinungen zur Kampagne gibt es u.a. beim Werbeblogger, bei JvM und Automobil-Blog.

Und hier noch ein anderer “Rampenfilm” den ich einfach klasse finde:

UPDATE 14.02.2011:

Leider wurden zur Kampagne die einzelnen Webseiten wieder vom Netz genommen. Dies betrifft leider auch das passende Video. Die Links zu den nicht mehr vorhandenen Webseiten habe ich aus diesem Beitrag entfernt.

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